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Hera vom Kronsberg

gewölft am 11. Februar 2007

aus Dido KS vom Kronsberg x Arthus KS von der Rietberger Ems

                                                            D2, AZP 1, Btr., VGP 1, sil., VSwP 1, Formwert V

 

Hera verbringt ihren wohlverdienten "Ruhestand" bei meiner Schwägerin Alexandra. Hier ist sie Einzelhund, hier darf sie die Diva sein, die sie nun mal ist. Und ich bin mir sicher, dass der Krebs sie schon längst dahin gerafft hätte, wenn sie nicht die besondere Pflege und Zuwendung von Alexandra und ihrem Mann bekommen würde.

 

 

 

 

 

 

 

Als ich Jana am 21.04.2007 VJP führte, die vom Hanauer Jagdklub e. V. ausgerichtet wurde, sah ich Hera zum ersten Mal. Ihre Züchterin Antje Engelbart-Schmidt begleitete unsere Gruppe und hatte sie dabei.
7 Tage später passierte beim Abschiedspaziergang mit ihrem Bruder Haldir das Unfassbare: Hera wollte sich aus einer Pferdekoppel einige leckere Pferdeäpfel stibitzen und wurde dabei von einem Pferd zusammengeschlagen. Antjes Mann, Dr. Wolfgang Schmidt, konnte sie durch beherztes Zugreifen vor dem völligen zertrampelt werden retten. Hera wurde in die Tierklinik Hannover gefahren, wo man Lungenblutungen, Schulterbruch und mehrere Kieferbrüche feststellte.
Beim stöbern im Internet stieß ich auf die "Kronsberger Seite" und verfolgte Heras Genesung. Und je öfter ich mir ihre Fotos anschaute, um so mehr hatte ich das Gefühl: Das ist sie, das ist MEINE Hera. Ich weiß noch genau, wie ich bei Antje ganz zaghaft anfragte, ob sie denn diese Hündin überhaupt noch abgeben würde und ich als Führerin infrage kommen könnte. Sie besprach das ganze mit ihrer Familie und zu meiner großen Freude zog Hera am Nachmittag des 6. Juli 2007 bei uns ein (vormittags waren noch die letzten Fäden gezogen worden).
Hera ist vollständig genesen. An den bösen Unfall erinnern nur noch ihre Narben. Und ihr großes Mißtrauen Pferden gegenüber. Was aber verständlich ist.

 

   

Das war eine von Heras Lieblingsbeschäftigungen:

 Klopapier klauen und zerpflücken

 

Jana und Hera entspannen vor dem wärmenden Ofen

 

 

Hera brauchte Zeit, um körperlich wieder ganz fit zu werden und Versäumtes nachzuholen. Diese Zeit bekam sie auch. Doch irgendwann war es dann so weit und ihre jagdliche Ausbildung begann. Am 22.01.2008 saß der Apport: Sie trug mir mehrfach kaltes Kanin zu, hielt es und gab es auf Befehl aus. Braves Mädchen!!!

 

 

      

 

 

12.04.2008: Hera erreicht bei dem Derby um Bevern des DK-Klub Kurhessen e. V. einen II. Preis. Ich hatte die Hündin optimal vorbereitet und war natürlich entsprechend enttäuscht über das Ergebnis. Bis heute weiß ich nicht, was Hera nach der ersten - im übrigen hervorragenden - Feldsuche derart verstört hatte, dass sie nicht mehr die Feldarbeit zeigte, die ich von ihr gewohnt war. Die Vermutung liegt nahe, dass es mit ihrer ersten Läufigkeit zusammenhing, da sie plötzlich ein Verhalten an den Tag legte, das nicht nur mich, sondern alle Anwesende vor ein Rätsel stellte.

 

August 2008: Zuchtschau und Erstes Deutsch-Kurzhaar-Event in Surwold des Klub Kurzhaar Voran Weser-Ems:
Hera wurde mit gerade einmal 18 Monaten V3-Hündin (und das, obwohl sie sich wenige Tage zuvor eine ganz böse Schnittverletzung am Hinterlauf zugezogen hatte)!!!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Heike Schmidt, die Hera so gekonnt vorgestellt hat (ich wäre dazu viel zu aufgeregt gewesen)!

 

      

Hera und Heike laufen zum V3

 

Hera V3

 

V1 - V4-Hündinnen

 

  

Zur weiteren Ausbildung von Hera besuchte ich mit ihr den Jagdhundeführerlehrgang des KJV Gelnhausen. Sie machte große Fortschritte und es kam der Tag der Generalprobe für die Solms. An diesem Tag passierte durch die Verantwortungslosigkeit des Lehrgangsleiters etwas so Gravierendes, was ihre ganze Ausbildung und Prüfungslaufbahn um ein Jahr zurückwarf. Die Solms 2008 war für uns gelaufen und meine Enttäuschung darüber riesengroß.

 

 sie konnte nichts dafür...

 

 

28.03.2009: Es gab endlich wieder Grund zur Freude -  Hera besteht die Bringtreueprüfung des KJV Gelnhausen!

 

      

Es geht los....

 

Hera wird eingenordet :o)

 

das Warten beginnt

 

 

      

hier kommt sie mit dem Fuchs

 

Belohnung muss sein

 

große Erleichterung - Btr bestanden!

 

 

7. April 2009: Hera erhält ihre Zuchtzulassung. Die HD-Beurteilung: A1!!!

 

Ich arbeitete unverdrossen weiter mit ihr und fing an, sie auf die Verbandsschweißprüfung vorzubereiten. Da es ja nicht erlaubt ist, an einem Tag zwei Hunde auf einer Verbandsschweißprüfung zu führen, hat sich Dr. Wolfgang Schmidt (die bessere Hälfte von Heras Züchterin) bereit erklärt, Hera zu führen.

 

      

Hera wartet brav

 

es geht los...letzte Ratschläge werden erteilt

 

Hera kommt ans Stück

 

Für mich war das Warten auf das Gespann mindestens genau so aufregend, wie die Prüfung von Jana mit mir am langen Riemen. Und dann die freudige Nachricht:

Bestanden im I. Preis!!!

 

Hera mit Wolfgang und der Richtergruppe

 

 

 

 

Das ist Hera mit 2 1/2 Jahren: Eine hochelegante, äußerst selbstbewußte schwarze Schönheit und außer einer langen Narbe erinnert nichts mehr daran, dass sie einen schweren Unfall im Welpenalter hatte

 

AZP die Erste

Am 5. September 2009 startete ich mit Hera zur AZP in Wildeck. Der Tag begann äußerst chaotisch: Ich hatte fast verschlafen. Es regnete wie aus Eimern und beim losfahren löste sich der Scheibenwischer auf der Fahrerseite. Beim Versuch, diesen wieder zu befestigen brach die Halterung ab. Also gings erstmal fast im Blindflug Richtung Autobahn in der Hoffnung, an der nächsten Tankstelle neue Scheibenwischer zu bekommen(was auch Gottseidank geklappt hat). Ich schaffte es sogar noch, pünktlich im Suchenlokal anzukommen.
Im Verlauf der Prüfung zeigte Hera eine hervorragende Wasserarbeit hinter der lebenden Ente (überall 4).
Danach war die Haarwildschleppe dran. Ich habe an diesem Tag wohl voll neben mir gestanden - so habe ich dem Schleppenzieher 2 Kaninchen in die Hand gedrückt. Damit nahm das Unheil seinen Lauf. Ich setzte Hera an...sie arbeitete die Schleppe einwandfrei...kam ans Ende und fing dort an, innerhalb eines Meters ständig  hin- und her zu springen. Nach einiger Zeit kam sie dann ohne Kaninchen wieder zu mir zurück. Damit hieß es: Haarwildschleppe 0 = durchgefallen! Ich war fassungslos, hatte ich Hera doch solide gearbeitet. Des Rätsels Lösung: Der Schleppenzieher hatte an das Ende der Schleppe die zwei Kaninchen in ganz geringem Abstand nebeneinander abgelegt (und ich hatte ihm die beiden in die Hand
gedrückt, damit er eines schleppen und das bessere ans Ende legen sollte - Hera war auf 1 Kaninchen eingearbeitet). Natürlich hätte ich Einspruch einlegen können...aber: Shit happens! Also habe ich Hera die Prüfung noch fertig mitlaufen lassen und am Ende der Prüfung mit den Leuten gefeiert, die an diesem Tag mit ihren Hunden bestanden.

Zwei Wochen später, am 19. September 2009 bei der Solms/AZP des DK Klub Kurhessen um Bevern hat meine Hera die AZP souverän mit dem 1. Preis bestanden (alles 4) und wurde Suchensiegerin!!!

Jetzt hatten wir "nur" noch die Meisterprüfung vor uns, die

VGP am 30.10. + 01.11.2009 beim DK Klub Kurhessen

Am 30.10.2009 morgens um 5.30 Uhr ging die Fahrt los in Richtung Todenhausen. Das Abenteuer VGP mit Hera begann. Abenteuer deshalb, weil Madame läufig war. Und da weiß man bei Hera nie...
Pünktlich kamen wir am Suchenlokal "Schwarzer Adler", das praktischerweise auch unser Nachtquartier war, an. Schnell angemeldet, Papiere abgegeben und einen ersten Überblick verschafft, welche Hundeführer sich bereits eingefunden hatten.
Zügig waren die Formalien abgehandelt und es folgte die offizielle Begrüßung mit Einteilung der Hunde in die Richtergruppen.

 

 

   

Prüfungsleiter Gerd Schad bei der Ansprache

 

Hundeführer und Richter lauschen interessiert

 

 

      

Drei altgediente Hundeführer:

Walter Geipel, Heidi Zörb und Ernst Vollmer

 

Aufbruch zur Jagd, oder vielmehr: zur Prüfung

 

Richter und Führer

 

 

Und dann ging es los - ab Richtung Wald.
Das erste Prüfungsfach für uns hieß "Riemenarbeit / Übernachtfährte". Auch wenn Hera in diesem Jahr bereits auf der Verbandschweißprüfung erfolgreich im 1. Preis geführt wurde, klopfte doch das Herz gewaltig.
Da wir in unserer Gruppe das einzige Gespann mit Übernachtfährte waren, kamen wir als erste dran. Nun hieß es ruhig bleiben.....Hera fertig machen...Anschuss kontrollieren....(atmen, atmen nicht vergessen)...Hera ansetzen...und los ging es. Hera arbeitete die Schweißfährte ruhig und konzentriert. Und ehe ich mich versah, waren wir am Stück. Super, volle Punktzahl!

 

 

   

gleich sind wir dran - Fuchsschleppe

 

stöbern

 

 

Die Waldfächer und Gehorsam wurden zügig duchgeprüft. Hera erhielt fast überall volle Punktzahl, außer im Fach "Gehorsam auf dem Stand". Hier gab es einen Punkt Abzug, da ich sie angeleint neben mir abgelegt hatte (was ich, wie sich herausstellte, nicht hätte tun müssen, denn sie war absolut brav - aber sicher ist sicher)! Und beim Fach "Bringen von Fuchs über Hindernis" zeigte sich Madame nicht mehr ganz so hochmotiviert (das Verhalten, das sie an den Tag legte, war eindeutig ihrer Läufigkeit zuzuschreiben), was ein lautes "Hey" meinerseits bedurfte. Hui, da wurden die Ohren aber angelegt und der Fuchs zügig gebracht. Den Punkt Abzug für das "hey" habe ich gerne in Kauf genommen ;o)

Nachdem wir eine kurze Mittagspause eingelegt hatten, stand die Feldarbeit an

 

   

Hera bei der Feldarbeit

 

Ente gefunden und gebracht :o)

 

 

Hera zeigte eine beeindruckende Feldarbeit. Ihre Suche war flott, raumgreifend und planmäßig. Sie hing mit der Nase im Wind, markierte Wildwitterung, fand rasch, zog weit an und stand bombenfest vor - ganz wie aus dem Lehrbuch. Auch das Freie Verlorensuchen eines ausgelegten Stückes Federwild und Bringen von Federwild meisterte Hera zügig und einwandfrei. Was hieß: Feldarbeit volle Punktzahl!

Damit endete der erste Prüfungstag. Bis jetzt war ich mit den Leistungen, die Hera gebracht hatte, mehr als zufrieden.

Abends dann gemeinsames Abendessen und gemütliches Beisammensein mit den anderen Prüfungsteilnehmern und den Richtern :-)

 

      

 

 

Am nächsten Tag trafen wir uns um 9 Uhr mit unseren Richtern im Suchenlokal. Wir - besser gesagt - unsere Hunde sollten ja noch am Wasser geprüft werden.

Große Passion zeigte Hera sowohl beim Stöbern ohne Ente als auch beim Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer. Das Bringen von Ente erfolgte schnell und freudig. Die Note 4 für das Fach Stöbern mit Ente wurde von der AZP am 5.9.2009 übernommen. Volle Punktzahl in der Wasserarbeit!

 

   

Heras Wasserarbeit

 

zufriedene Gesichter bei Richtern und Führern

 

 

Zum Schluss zeigte unser Punktekonto 319 Punkte: Hera hat die VGP im 1. Preis bestanden!!!

Wer wollte, konnte nach dem Ende der VGP mit seinem Hund noch die Bringtreueprüfung in Angriff nehmen. Aus unserer Gruppe waren 2 Hunde gemeldet, einer davon Aaron vom Leimbachtal. Da Hera ja bereits im März d. J. die Bringtreueprüfung bestanden hatte, war ich jetzt als Zuschauer dabei.

 

   

Andreas Schmidt mit Bella von der Rittersburg.

 Man sieht es an seinem strahlenden Gesicht: Bringtreueprüfung bestanden!!!

 

Große Freude auch bei seiner Frau Alieska.

Im Hintergrund Oliver Fischer mit seinem Aaron vom Leimbachtal, der als nächster dran kam

 

 

 

   

Edith Matterne und Enno König

 

Aaron hat den Fuchs in rekordverdächtiger Zeit gefunden und zugetragen!

 

 

Zurück im Suchenlokal

 

   

warten auf die Preisverteilung

 

hier wird noch gerechnet

 

 

 

unsere erfolgreiche Übungsgruppe: alle im 1. Preis bestanden!!!

 

 

 

Hera mit dem Wanderpokal des Hanauer Jagdklubs für die beste auswärts bestandene VGP

 

Es waren zwei schöne Tage, auch die letzten zwei sonnigen Tage des Herbstes, die wir in und um Todenhausen verbracht haben. Wir waren eine sehr harmonische Gruppe und unsere Richter haben ihr Bestes gegeben, um unsere Hunde fair zu prüfen. Vielen Dank dafür an Edith Matterne, Reinhardt Hablawetz und Enno König!
Ich werde die Prüfung immer in sehr guter Erinnerung behalten, habe ich doch in deren Verlauf eine wundervolle Bekanntschaft machen dürfen, durch die einiges in Fluss geraten ist :-)

Mit der VGP endet vorerst Heras Prüfungslaufbahn. Jetzt geht es in den praktischen Jagdbetrieb und sie hat hier Gelegenheit zu zeigen, was sie während ihrer Ausbildung gelernt hat.
Ich hatte im Laufe ihrer Ausbildung mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen - manche selbst verschuldet, die gravierendsten aber unverschuldet durch Dritte hervorgerufen. Allen Widrigkeiten zum Trotz und mit Zeit, Geduld, Fingerspitzengefühl, Liebe und Vertrauen sind wir nun am Etappenziel angekommen - meine schwarze Diva, mein kleiner Gremlin, mein Hera-Mädchen und ich!

 

 

 

 

©Deutsch-Kurzhaar von der Spessartquelle